WML




Das mobile Internet über's Handy ist mittlerweile Realität geworden. Am Anfang musste man jedoch ein Laptop mit einem Funkmodem bzw. GSM - Handy verbinden um mobil ins Internet surfen zu können.

Das ist aber schon lange nicht mehr notwendig um auf Inhalte des World Wide Web zugreifen zu können. Zuerst mussten die Inhalte mit Hilfe der WML - Sprache und durch das WAP - Protokol so programmiert werden, dass sie auf Handys angezeigt werden können. Ältere Geräte, die mit GSM - Standard funktionierten, waren jedoch nicht in der Lage diese Inhalte zu empfangen bzw. anzuzeigen.

Dafür waren spezielle Handys nötig, die das WAP unterstützten und natürlich über einem WAP-Browser verfügten. Das war die Geburt der zweiten Generation von Mobilfunk - Telefonen. Mit so einem WAP - Handy konnte der Benutzer spezielle WAP-Seiten direkt aus dem Internet abrufen. Diese waren z.B. aktuelle News, Zug- und Telefonauskunft, börsenkurse, Wetternachrichten usw. die jederzeit runtergeladen werden konnten.

Von einem echten Surf-Spass konnte allerdings keine Rede sein. Im GSM-Netz krochen die Daten im Schneckentempo von 9,6 Kbit/s aufs Display und das ließ viel zu wünschen übrig. Neue Übertragungstechniken sollten dann freie Fahrt für Funkdaten bringen. HSCSD war eine dieser Techniken. Sie übertrug Daten mit maximal 57,6 Kbit/s, also fast so schnell wie ISDN. Wurden Informationen bisher über einen einzigen Funkkanal transportiert, nutzte HSCSD zwei oder drei Funkkanäle. Diese Technik hat sich jedoch nicht durchsetzen können, da viele Funknetzanbieter sich für einen anderen Standard entschieden.

GPRS war das Zauberwort. Diese Technik versprach ein noch schnelleres Tempo für den Datentransport und hatte auch andere Vorteile. Vorerst sollten bei GPRS Übertragungsraten von 40 Kbit/s möglich sein, die später sogar bis 115 Kbit/s erhöht werden konnten. Ausserdem, bot sie die Möglichkeit, ständig Online zu sein um mehrere Anwendungen gleichzeitig durchzuführen - etwa zu telefonieren und Daten zu laden.

Der Unterschied zu GSM lag darin, dass Daten und Sprache nicht mehr in einem Stück über die Leitung gesendet wurden. Bei GPRS werden die Datenmengen in kleine Pakete zerlegt und diese einzeln auf die Reise geschickt. Aufgabe der GPRS-Handys war, die einzelnen Pakete wieder zusammenzusetzen.

UMTS ist die dritte und aktuelle Generation der mobilen Telephon - Technologie und hat die Art und Weise des Mobilen Telefonierens revolutioniert. Vor allem dank der hohen Übertragungsraten von theoretisch bis zu 2 Mbit/s soll es Multimediadienste unterstützen. Die UMTS-Geräte können für verschiedene Dienste, von Video- Telefonie und -messaging, e-mail, Onlinespiele und Fotomessaging bis zu Nachrichten- und Informations-dienste eingesetzt werden.

Dieser Standard wird ständig erweitert und es gibt immer neue Verfahren, die dazu kommen, beispielsweise das HSDPA, das höhe Datenübertragung-sraten wie beim DSL ermöglicht. Dabei ist die maximale Datenrate durch die so genannte Kategorie des Empfängers beschränkt. Typisch sind 3,6 Mbit/s (Kategorie 6) und 7,2 Mbit/s (Kategorie 8). Für die Kategorie 14 sind maximal 3,98 MBit/s möglich, die aber in der Praxis kaum erreichbar ist.
im Handy
Mit Hilfe der Programmiersprache Java wollten die Entwickler von Sun Microsystems das Handy-Display aufpeppen und Leben in die Bedienoberfläche des Handys bringen. Die Anwendungen, ob E-Mail-Clients, Wörterbücher, Stadtpläne oder Spiele, präsentieren sich bunt, schnell, spannend und interaktiv.

Im Handy kommt dabei nicht das im PC gebräuchliche Java zum Einsatz sondern JAVA ME, eine abgespeckte, an die Handy-Resourcen angepasste Version der Internet-Sprache Java. Einer der Vorteile : einmal installiert, stehen die Mini-programme ( auch Midlets genannt ) im Handy dauerhaft zur Verfügung. Anders als bei WAP lassen sich dann z.B. ohne teures Einwählen E-Mails vorab verfassen und erst später abschicken.

Die Entwicklung in der Mobilfunk-Technologie geht jedoch unaufhaltsam weiter und beschränkt sich nicht auf JAVA. Die heutige Geräte bieten weit mehr als nur telefonieren oder SMS- verschicken.

Einige der interessanten Entwicklungen sind z.B. die so genannten DVB-H ( Digital Video Broadcasting for Handhelds ) und DMB ( Digital Multimedia Broadcasting ), die für den Empfang und die Anzeige von TV - Programmen für unterwegs sind, Megapixel-Kamera mit Auto Focus und optischer Zoom, hochauflösendes Display, Multimedia Player für Musik und videos, Video-telefonie, GPS- & WLAN-Fähigkeit uvm. Einige dieser Produkte sind gleich hier zu sehen.

Zur Zeit bieten die sogenannten Smartphones den letzten Stand der Technik im Bereich des mobilen Internets. Diese Geräte verfügen meist über ein größeres Display, das auch zum Teil ohne Tastatur und über Touchscreen zu bedienen sind und ermöglichen damit die mobilen Büro- und Daten-kommunikation in einem Gerät. Hier sind einige aktuelle Modelle :

Eins ist auf jeden Fall sicher, die Zukunft ist jetzt, und sie ist nicht nur DIGITAL, sondern auch MOBIL !